Der Beitrag ist trotzdem nur ein weiteres Beispiel für Betzwiesers ahnungsbefreite Logorrhoe: Fast alle kanarischen
Echium-Arten kommen jeweils auf nur einer einzigen Insel vor (um genau zu sein: 25 von 31 Arten/Naturhybriden!), und eine ganze Reihe von denen sind deutlich seltener als
Echium perezii , z. B. das schon erwähnte
Echium pininana. Generell sind mindestens 30% aller Pflanzenarten des Archipels Kanaren-Endemiten, etwa die Hälfte davon auf jeweils eine Insel beschränkt (eine davon ist
Echium perezii ) und ziemlich viele auch deutlich seltener - wenn auch nicht immer so spektakulär anzuschauen. Da die Kanaren so etwas wie das botanische Pendant zu den Galapagos-Inseln sind, ist das wirklich Besondere also die gesamte kanarische Botanik.
Aber wie soll das jemand wissen, der erst seit 30 Jahren auf der Insel lebt und laut Eigenaussage verlässliche Berichterstattung mit tiefem Fachwissen bietet.
Was ich generell nicht begreife: Die Rosa Natternköpfe sind ein absolut beeindruckender Anblick, so wie sie sind. Warum "muss" da mit KI herumgepfuscht und ein völlig überzogener "Erlebnisbericht" salbadert werden, in dem "einer von nur wenigen Menschen auf der Welt" (fehlt nur noch "auserwählten" ...) von eierlegenden Einhörnern schwafelt?
¡Hasta luego!
Wolfgang