Da steht nur, dass der inselpräsident bald anfangen will. Die Finanzierung steht aber immer noch nicht. Die technische Machbarkeit ist auch nicht in trockenen Tüchern. Das war sein zentrales Wahlversprechen. Und nachdem da nichts draus wurde (die Ankündigung war, dass nach einer Woche nach Amtsantritt, losgebaggert wird) muss er jetzt alle paar Monate ankündigen, dass es bald losgeht und die Presse damit füttern. Hier werden Pressemitteilungen einfach übernommen und in die Lokalzeitungen drücken das dann einfach ab.
elhierron hat geschrieben: So 4. Mai 2025, 14:05
Las Manchas, El Corazonzillo
der Beginn der neuen LP2, mal sehen wenn es richtig losgeht
Das ist mal ein Projekt von immenser Wichtigkeit, da sollte man all sein Geld und Hirnschmalz reinhängen.
Dies würde nämlich die Bewohner von Las Manchas und Jedey, welche durch den Vulkan hart gestraft wurden
und immer noch sind, endlich mal deutlich entlasten.
Aber augenscheinlich fließt die Energie gleichzeitig in viele ziemlich fragwürdige Projekte.
Da muss mal die Spreu vom Weizen getrennt werden... aber was rede ich .
Das sehen so ziemlich alle so. für alle im Tal wäre die Straße wichtig. Vor allem für die, die zwischen Las Manchas und El Paso pendeln. Die Frage ist aber wirklich ob das schon geht. Bei der Baustelle zum alten Kirchplatz von Todoque gibt es wohl auch Temperaturprobleme. Je dicker die Lava, desto komplizierter. Über etwaige unterirdischen Röhren will man gar nicht reden der Abkühlungsprozess ist eben nicht linear. Vor gar nicht allzu langer Zeit konnte man am Teneguia in Fuencaliente noch Reisig anzünden.
Das stimmt natürlich, aber der Weg von Las Manchas nach El Paso ist wirklich Mist: Erst die Serpentinen runter nach Las Norias, dann in La Laguna den Camino Cruz Chica wieder nach oben, das nervt auf die Dauer, wenn man bei Fraper nur einen Pinsel kaufen will. Da würde eine erneuerte LP2 echt helfen - was natürlich nur geht, wenn die Umstände es auch zulassen.
What we need today are universal values based not on faith but on scientific findings, common experience and common sense. (14. Dalai Lama)
Um auch mal was positives zu konstatieren: In San Nicolas mit seiner unübersichtlichen Ortsdurchfahrt ist es verkehrstechnisch schön ruhig. Das wäre mit neuer LP2 passe...
Menschen sind einfach sonderbar, auch ich. (Elisabeth Scott, SZ 28.7.2023)
Am letzten Abreisetag (07.05.2025) stimmte die Beleuchtung und so gab er wieder einmal alles .
Es musste also noch einmal gestoppt werden in Tajuya, auf der Fahrt zum SPC:
Screenshot 2025-05-08 220329.jpg
Aber als Vulkan-traumatisierter Zeitgenosse sucht man ja immer, und überlegt öfter mal ob es das nun schon gewesen sei:
Screenshot 2025-05-11 220801.jpg
Aber plötzlich auf einer Wanderung tut sich ein offizieller Richtungsgeber auf, und man schöpft eine gewisse Hoffnung ...
... geht dann noch einen Kilometer oder so und steht plötzlich vor dem Protagonisten :
Screenshot 2025-05-03 200942.jpg
Hoffentlich haben andere ein besseres Wetter .
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Das Wetter wurde nicht besser, mehr Nebel zog heran, und es roch deutlich nach Schwefelwasserstoff.
Die Atmosphäre war gespenstisch und der Tajogaite flüsterte => "Weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen!"
Screenshot 2025-05-03 200657.jpg
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Roger P. Frey hat diese Woche in der Zeitung eldiario.es eine Stellungnahme zu der seiner Meinung nach
immer noch viel zu übertrieben großen Sperrzone um den Vulkan Tajogaite veröffentlicht.
Dies und die Tatsache der mangelnden Kommunikation der Regierung betrachtet er als hauptverantwortlich für
die momentane Tourismusmisere auf La Palma. Ein Teil der Sperrzone:
Ich weiß nicht, hauptverantwortlich für die Tourismus-Misere sind sicher andere Dinge als die Sperrzone und die Kommunikation darüber. Das ist wohl der ganz spezielle Blickwinkel von Roger Frey.
Da wären zuallererst die fehlenden Flugverbindungen zu nennen und bei uns im Norden auch die unfassbar schlechte Baustellensituation auf der LP-1. Das Restaurante El Bernegal zum Beispiel macht schon seit zwei Monaten nicht mehr auf, weil sich kaum noch jemand die Sperrzeiten im Barranco Izcagua antun möchte und so die Gäste ausbleiben.
Die Gründe hierfür liegen fast ausschließlich an den Flugverbindungen. Es ist schlicht zu teuer. Auch für die Festlandspanier ist die Iberia nicht wirklich erschwinglich. Die bekommen die Maschinen von den Residenten ausgelastet, mit 75% Zuschuss. Da kann man höhere Preise verlangen. Was die internationalen Gäste angeht, so kommen die eher nicht wegen dem Vulkan, sondern trotz des Vulkans, der vieles von dem, was La Palma für sie liebenswert gemacht hat vernichtet hat.
Der Versuch den Feuerberg zu vermarkten ist auch komplett fehlgeschlagen. Man hat da versucht mit der Katastrophe zu arbeiten, aber das juckt auf dem Festland niemanden mehr. Da kamen 3 Jahre lang Leute, und wen es interessiert hat, der war 3 Tage da und hat die Aussichtspunkte abgeklappert.
Tja, ich weiß nicht. Ich war im Juni auf den Liparischen Inseln. Dorthin gibt es keine Flugverbindungen. Die Anreise mit Flug und/oder Auto, evtl. plus Bahn oder Bus, am Schluss auf jeden Fall mit Fähre, ist umständlich und auch nicht gerade billig.
Vulcano und Stromboli sind aktive Vulkane und leben praktisch davon. Die Herangehensweise in Vulcano, Alarmstufe gelb, ist eine ganz andere als auf La Palma: es stehen zwar viele Warnschilder herum, aber es gibt keine Messstationen oder Kontrollorgane. Beim Aufstieg zum Krater (400 Hm) wurde eine Ampel installiert, die in der Mittagszeit bis zum Nachmittag rot zeigt, wohl auch wegen der Hitze. Sie wird hordenweise ignoriert. Oben am Kraterrand kann man (unerlaubterweise) Fumarolen durchqueren. Bei der Ankunft am Hafen stinkt es sehr schwefelig, im Meer blubbern an einer Stelle Gase hinauf. An zwei Stellen der Insel stehen Evakuierungsschiffe für die Bevölkerung bereit, was die meisten Touristen nicht wissen.
Auf Stromboli, 926m hoch, Ausbruch zuletzt 2019 mit einem Todesopfer (Aufstiegstourist), Alarmstufe rot, ist die Situation ähnlich wie auf La Palma. Ohne Führer auf 290m, mit Führer auf 400m möglich, Krateraufstieg verboten. An der Steilseite Sciara del Fuoco spuckt ein Krater kontinuierlich, nachts vom Meer her ein sehr beliebtes Spektakel.
Besonders auf Vulcano war der Unterschied zu La Palma im Umgang mit den Gefahren schon sehr augenfällig. Ich erlaube mir aber kein Urteil darüber, was nun richtig ist.
"Leben allein genügt nicht, sagte der Schmetterling, Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muß man auch haben." - Hans Christian Andersen
...finde den Beitrag von Roger extrem schwach.
Das ist so deutlich interessegeleitet durch seinen Gleitschirmflieger-Kram...
Dass die Zahl der Touristen nicht steigt, hat damit überhaupt nichts zu tun.
nada hat geschrieben: So 24. Aug 2025, 21:30
Dass die Zahl der Touristen nicht steigt, hat damit überhaupt nichts zu tun.
Da muss ich Dir rechtgeben.
Ich glaube auch nicht daran, dass der Berg noch einen so großen Hebel hat.
Weder zieht er besonders viele Touristen an (die meisten kamen ja am Anfang deswegen von der Peninsula),
noch schreckt er besonders viele Touristen aufgrund von angeblichen Risiken ab auf die Insel zu kommen.
Er dürfte sich ursächlich kaum in den momentanen Besucherzahlen spiegeln .
Zudem ist der nationale Tourismus im ganzen Land rückläufig. Es ist einfach zu teuer geworden. Zumindest geht das so durch die nationale Presse. Auch hier hat die Inflation zugeschlagen. Und das zeigt sich dann eben auch in den touristischen Preisen. Zusätzlich sind die hoch, weil es international eine höhere Nachfrage gibt, so dass sich viele den Urlaub im eigenen Land nicht mehr leisten können. Das bedeutet übrigens nicht, das die Preise generell zu hoch sind, vor allem nicht hier auf La Palma. Auch hier sind die Kosten gestiegen und natürlich legen das die Hausbesitzer und Autovermieter um. Gerade die Preisentwicklung für die Anschaffung von Autos, was ja für die Vermieter relevant ist, sind in 5 Jahren erheblich gestiegen. Gleichzeitig steigen die Löhne. Man kann die Preissteigerungen auch am Bier festmachen. Vor 5 Jahren noch 1€ in der "normalen" Bar. Jetzt 1,5€. La Palma bleibt aber für Mitteleuropäer immer noch günstig.