Und nach dem Hunde-Spaziergang noch eine Ergänzung: Schaut man sich die aktuellen Zahlen an, verzeichnet Argentinien im Zeitraum Juni 25 bis Heute (Epidemiologisches Bulletin vom 04.05.2026)mit 101 gemeldeten Fällen einen deutlichen Anstieg zu den Vorjahren. In den Jahren davor gab es (Jeweiliger Bezugszeitraum ist Juli eines Jahres bis Juni des nächsten Jahres): 2024/2025 75, 2023/2024 63 und 2022/2023 43. Das Gesundheitsministerium von Argentinien stellt im aktuellen (noch 2 Monate dauernden) Zeitraum allerdings auch eine höhere Sterblichkeit fest: 31,7% der Infektionen verlaufen tödlich.
Das ganze ist also schon länger ein Thema in Argentinien, wurde bislang einfach nicht bei uns wahrgenommen. Der Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff ist halt sehr aufregend und gibt -die Corona-Angst und Erinnerungen der Maßnahmen im Nacken- ein massives Medien- und Öffentlichkeitsecho.
Ich will das deshalb nicht verharmlosen, es gehört jetzt ein gescheites und konsequentes Infektions-Management aufgestellt. Man sollte aber auch bedenken, daß die Argentiner bzw. Südamerikaner viel Erfahrung mit Hantavirenerkrankungen haben und das Mangement eines Ausbruchsgeschehen sicher mit Ihren Erfahrungswerten und weiterem Knowhow unterstützen können. Und nochmals wiederholt: eine Mensch-Mensch-Übertagung ist nach aktuellem Stand deutlich schwieriger als bei SARS-CoV2, MERS oder SARS (sind übrigens allesamt Coronaviren)
Quellen, wer nachlesen möchte:
Epidemiolgisches Bulletin vom 04.05.2026 Download in Spanischer Sprache
https://www.argentina.gob.ar/salud/bole ... tines-2026
Zeitungsartikel aus La Vanguardia vom 05.05.2026, ebenfalls auf spanisch:
https://www.lavanguardia.com/internacio ... -anos.html
kurz zusammengefasst auf deutsch auf einem privaten tropenmedizinischen Institut:
https://tropeninstitut.de/aktuelle-kran ... hantavirus