Der nächste kleine Abstecher führte mich auf den Pico Nambroque. Von dort hat man einen wunderschönen Kontrastblick: Richtung Osten auf Santa Cruz und gleichzeitig über die grünen Kiefernwälder der Cumbre. Hier traf ich auch eine kleine Gruppe Palmeros mit ihrem Salto del Pastor.
Weiter ging es auf dem GR131 in Richtung El Pilar. Allerdings war ich mir nicht ganz sicher, wie lange ich für den Rückweg brauchen würde – vor allem wegen der langen Passagen im losen Untergrund. Meine Befürchtung war, dass ich bergab nicht viel schneller sein würde als bergauf. Deshalb entschied ich mich für die sichere Variante: ein letzter Abstecher auf den Montaña de los Charcos, dort eine Pause und anschließend den Rückweg antreten.
Für den Rückweg folgte ich zunächst wieder dem GR131 zurück bis etwa zum Bereich des Volcán Martín. Dort wechselte ich auf den SL LP 111. Bis zum Volcán Duraznero ein angenehmer Weg, danach begann der anstrengendste Gegenanstieg des Rückwegs hinauf zum Volcán Deseada.
Dieser Abschnitt ist landschaftlich eher unspektakulär: eine lange Passage auf losem Geröll bzw. Lavakies inklusive steilem Abstieg.
Vom SL LP 111 gelangt man anschließend auf den SL LP 110, vorbei an der Fuente de Tión. Und hier wurde es wieder richtig schön: zurück in die Kiefernwälder, angenehmer Waldboden mit Nadeln bedeckt und deutlich komfortabler zu gehen als die offenen Lavaflächen zuvor.
Leider endet dieser Abschnitt schließlich auf einer breiten Piste. Von dort heißt es noch etwa 5 km Forstweg, bevor man wieder auf den GR131 trifft. Wer die Strecke nur in eine Richtung geht, sollte unbedingt auf dem GR131 bleiben – landschaftlich deutlich schöner.
Wieder in Los Canarios angekommen hieß es erstmal: Schuhe ausziehen, den Sand auskippen und die Trinkblase für den letzten Abstieg auffüllen.
Zu Hause angekommen gab es dann das, was nach so einem heißen und staubigen Tag wirklich zählt: ein kaltes Erfrischungsgetränk und eine kühle Dusche – vor allem, um den ganzen Lava-Staub und Dreck loszuwerden.
Trotz der Hitze, des losen Untergrunds und der anstrengenden Passagen war es eine großartige Tour – einsam, landschaftlich beeindruckend und mit tollen Ausblicken in alle Richtungen. Ich hätte es wohl auch bis El Pilar und zurück geschafft – aber das weiß ich jetzt fürs nächste Mal.
Start/Ziel: Los Quemados (Fuencaliente)
Strecke: 38 km
Höhenmeter: ca. ↑↓ 2.170 hm
Dauer gesamt: 10:03 h
Bewegungszeit: 9:22 h
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