heute sollte der erste Wandertag beginnen. Mit einem wirklich gutem –nein dem besten Frühstück welches ich in dieser Woche irgendwo serviert bekam – gestärkt ging es zur Bushaltestelle und dann in den Norden nach Orzola.
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Dort deckte ich mich mit Wasser und Proviant ein und machte mich auf den Weg um die erste Etappe mit 12 Kilometern hinter mich zu bringen.
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Ich hatte die Etappen bewusst etwas kleiner gehalten … zum einen bin ich jetzt nicht so der durchtrainierte Sportler- zum anderen sollte der Spass am Wandern an erster Stelle stehen. Zudem trägt man doch zwischen 6 – 8 Kilo auf dem Rücken mit sich herum und zusätzlich noch einmal zwei Liter Wasser die sich natürlich über den Tag reduzieren. Mit einer Mittagspause - Brötchen, Käse, Schinken und Oliven – und einem relativ späten Start in Orzola kam ich am Nachmittag in Haria an wo ich mein Zimmer im Casa Las Vistas bezog.
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Nach einer Dusche und einem Lesestündchen auf dem Bett (auf den Luxus ein Buch mit zu nehmen wollte ich nicht verzichten) begab ich mich ins Zentrum von Haria wo ich äusserst lecker zu Abend gegessen habe.
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Super, ein Lanzarote Wanderbericht, wo ich gerade seit ein paar Tagen mal wieder große Lust auf Lanzarote verspüre. Das trifft sich gut!
Und komischerweise ist Toni daran Schuld, weil sie gerade diese Dachterrassenbilder aus Tazacorte postet, die mich an meinen ersten Lanzarote Besuch und die Unterkunft in Los Cocoteros erinnern, wo wir eine ähnliche Dachlandschaft zur Verfügung hatten um in den Tag zu starten, was wunderschön war.
Der dritte Tag wurde von mir mit Spannung erwartet – musste ich doch heute – gleich am Anfang meiner Wanderung - die Serpentinen zwischen Haria und meinem „Mittagsziel“ der Ermita de las Nieves „bezwingen“.
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Ich nahm mein Frühstück im Mercado Municipal ein und verlies Haria vorbei am Casa Museo de César Manrique Richtung Teguise. Die Serpentinen und der damit verbundene Aufstieg stellten für mich tatsächlich eine Herausforderung dar.
Ich lies mir daher Zeit – legte öfter einmal eine Verschnaufspause ein und genoss den Ausblick zurück Richtung Haria.
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Irgendwann hatte ich es dann geschafft und erreichte in Höhe der Bar Los Helechos den höchsten Punkt dieses Tages.
Vorbei an der militärischen Radar (?) Station setzte ich meinen Weg Richtung der Ermita de las Nieves fort wo ich um die Mittagszeit eintraf.
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Dort waren aufgrund eines Feuers im Tal Richtung Famara Feuerwehrfahrzeuge und ein Helicopter im Einsatz. Was der Auslöser für die ganze Aktion war konnte ich nicht genau feststellen – aber es wurde auch eine Ziviperson mit dem Hubschrauber abtransportiert. Leider habe ich jetzt festgestellt dass ich von dieser ganzen Aktion keine Photos sondern nur kleine Filmsequenzen gemacht habe die ich hier nicht einstellen kann.
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Ich nahm meine obligatorischen Oliven mit Schinken – Käse Brötchen zu mir uns setzte meine Wanderung ins Tal Richtung Teguise fort …
Am späten Nachmittag erreichte ich Teguise und meine Unterkunft „La Mimosa“. Total feundliche und hilfsbereite Gastgeber – vielen Dank noch einmal hierfür !
Bei wunderschöner Abendstimmung lies ich mir in Teguise mein Abendessen schmecken.
Leider kann ich Euch keine Bilder zu diesem Tagesbericht mehr zeigen da meine externe Festplatte (derzeit) ihren Dienst verweigert.
Zuletzt geändert von Donerl62 am So 11. Jan 2026, 21:05, insgesamt 1-mal geändert.
Nach einem liebevollem Frühstück von meinen Gastgebern (ich war der einzige Gast) brach ich zu meiner Etappe von Teguise nach San Bartolome auf. Bereits am Ortsausgang von Teguise entdeckte ich einen wundersamen Skulpturen
Garten …
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Wegen solcher einzelnen Entdeckungen habe ich diese Wanderung unternommen. Ich habe Dinge entdeckt und Dörfer besucht die ich in einem „normalem touristischem“ Urlaub nur schwer zu Gesicht bekommen hätte. Das war die Würze an diesem Weg !
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Noch einmal ein Blick zurück nach Teguise – dann führte mich mein Weg durch fruchtbares Land in dem teilweise auf Feldern auch verschiedene Gemüse angebaut wurden. In der Mittagszeit – wieder einmal – Oliven mit Käse Schinken Brötchen und Wasser aus der Feldflasche.
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Der Weg insgesamt war für mich heute nicht logisch nachzuvollziehen. Mehrmals schien es mir als ob ich mich auf anderen Wegen als dem GR131 bewegen würde und zog mehrfach die Karte zu Rate. Ausserdem verlief der Weg in Umwegen - z.B. um Berge herum – um fast wieder auf den alten Ausgangspunkt zurück zu kommen … mir schien es als ob man hier eine künstliche Verlängerung eingebaut hätte um den Abschnitt nach San Bartolome auf eine Länge von 10 Kilometern zu bringen. Als ich meinen Zielort erreichte kam es mir vor als ob ich mindestens 15 Kilometer gelaufen wäre. Eine riesige Wohnung für mich allein und ein erstes Fanta Lemon in der Bar am Theaterplatz haben es aber ins Gute geändert.
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Eigentlich wollte ich den nächsten Tag als Ruhetag in San Bartolome einlegen um meinen Akku etwas aufzuladen und einfach einmal einen Tag in einem kanarischem Dorf zu verbringen. Allerdings erschien mir San Bartolome bei meinem Rundgang am Abend dafür nicht verlockend genug. In der Bar am Theater kehrte ich erneut ein und zischte zwei leckere Bier. Später entdeckte ich noch eine Pizzeria in der ich lecker zu Abend gegessen habe. Dort sah ich mir auch noch einmal meine Strecke für den übermorgigen Tag an und stellte fest dass ich rund 24 Kilometer bewältigen musste. Aufgrund meiner gemachten Erfahrungen dass Kilometer eben nicht gleich Kilometer waren buchte ich mir in knapp der Hälfte meiner Strecke eine zusätzliche Übernachtung in einem B & B in Conil. Am nächsten Abend war ich heilfroh über diese Entscheidung.
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Nach einem Frühstück in einem Cafe am Marktplatz verlies ich also San Bartholome in Richtung Conil. Fast parallel zur LZ 35 führte mich mein Weg zunächst zur OrtschaftMontaña Blanca. Ich lief hier jedoch wohl - wieder einmal – etwas zu weit aus dem Dorf hinaus und verpasste den Abzweig des GR 131 Richtung Süden – fand aber meinen eigenen Weg um irgendwann auch wieder auf den eigentlichen Camino zu stossen. Arrecife lag immer in Sichtweite „linker Hand“ bis die Steigungen des Montaña Blanca begannen und sich der Berg zwischen mich und meinen Ausblick schob.
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Den ganzen Tag begegneten mir heute übrigens nur drei Mountainbike Fahrer die mir in der Mittagszeit entgegen kamen.
Nach meinem üblichen Mittagessen - Brot, Käse, Schinken, Oliven und Wasser tauschte ich mein
T-Shirt da der Aufstieg für mich eine schweisstreibende Angelegenheit war. Auch dies wurde mittlerweile zu einer feststehenden Erkenntnis für mich: Ohne Windjacke war das Laufen zu kalt – mit Windjacke staute sich die Körperwärme und das Shirt war innerhalb kürzester Zeit durchgeschwitzt. Dieser Zustand musste von mir immer wieder ausbalanciert werden und ein Wechsel bzw.Jacke an -Jacke aus Spiel musste öfter gespielt werden. Dann wurde der Blick frei hinüber nach Tias und dahinter war auch der Dünenstrand in Fuerteventuras Norden erkennbar.
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Ich aber musste jetzt einen Rechtsschwenk Richtung Conil machen um meine heutige Unterkunft zu erreichen. Conil selbst entpuppte sich als sehr beschaulich und übersichtlich. Da mein B & B auf der anderen Ortsseite lag musste ich auf der Hauptstrasse das ganze Dorf durchqueren und hatte so einen ersten Überblick. Die Unterkunft selbst entpuppte sich als Schmuckstück das von einem jungem – sehr engagiertem Paar – geführt wird. Die beiden haben insgesamt vier Zimmer im Angebot zu denen zwei Badezimmer gehören. Leider war ich der einzige Gast und die Geschäfte mit dem Vermieten liefen wohl insgesamt nicht so gut ...
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In Conil selbst hatte keine Gaststätte geöffnet. Ich stellte mir daher im einzigen Supermarkt mein Abendessen zusammen und gönnte mir am Abend das eine oder andere Glässchen...
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Um es vorweg zu nehmen. Für mich der schönste Tag meiner Wanderung. Nachdem ich mich von meinen jungen Gastgebern verabschiedet hatte schlug ich auch an diesem Morgen – natürlich – zunächst den falschen Weg ein. Das war schon irgendwie wie verhext in dieser Woche und ich konnte mir eigentlich nie so richtig erklären wo mein Fehler lag … Auf jeden Fall fand ich mich auf der Strasse nach Macher wieder wo ich doch eigentlich in Richtung La Asomada und dann weiter nach La Geria hätte laufen müssen. Auf jeden Fall zog ich im Kreisel auf der LZ 2 hinter Macher Richtung Uga die Reissleine und bog auf einen Weg ein der „in etwa“ in meine gewollte Richtung führte. Hier führte mich die Strecke zwischen zwei Vulkankegeln hindurch die wohl keinen Namen tragen und gegen die Mittagszeit konnte ich die LZ 30 aus Richtung La Geria kommend von meinem Standort sehen. Ich musste nun Richtung Uga ein Privat Grundstück überqueren – was ich eigentlich nicht gerne tue und solchen Privat Besitz respektiere - und konnte aber so meinen Weg zu meiner heutigen Endstation fortsetzen.
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Hier auch immer wieder die bekannten Bilder des Weinanbaus und der Reben die durch Steinburgen geschützt werden.
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In Uga am Platz vor der Kirche Iglesia San Isidro Labrador habe ich dann in einer Bushaltestelle meine Mittagspause eingelegt. Auf dem gegenüber liegenden Platz ist folgende Statue zu bewundern:
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Weiter ging es dann nach meiner Pause auf dem
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in Richtung Yaiza zu meinem Zielhotel La Era B & B. In Yaiza selbst hatte ich ein paar Schwierigkeiten mein Hotel zu finden - wurde aber dann vom Charme und dem Ambiente meines Zimmers und der Anlage voll entschädigt. Traumhaft ! Diese kleine Anlage bestand aus insgesamt 8 – 10 Zimmern und war wirklich wunderschön angelegt. Das Zimmer selbst war wohl ursprünglich vom Architekten und KünstlerCésar Manrique entworfen worden - zumindest zeugte die Tafel am Wandbild von seinem Wirken.
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In einer Bar in der Calle Vista de Yaiza lies ich bei zwei/drei Bierchen den Tag Revue passieren bevor ich in der Bodega de Santiago mein Abendessen zu mir nahm.
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Freitag, 08.06.2019 Tag 7 und damit letzter Tag (Teil I)
Nach einer phantastischen Nacht (ich glaube ich hatte die ganze Woche nicht so gut geschlafen) im La Era B & B begab ich mich ins angrenzende Restaurant wo das Frühstück serviert wurde.
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Herrlich ! Eine sehr große Auswahl – frisch gepresster Saft und ein tolles Ambiente – so konnte der Tag beginnen.
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Ich packte anschließend meine Sache und begab mich beschwingt Richtung Ortsausgang Yaiza Richtung Playa Blanca. Meine letzte Etappe !
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Hier führte der Weg zunächst immer entlang der LZ-701 um dann irgendwann nach links Richtung Las Breñas abzubiegen. Hier begegneten mir auch zum ersten und einzigen Mal in dieser Woche auf Lanzarote Ziegen …
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Las Breñas an sich ist eine sehr langgezogene Ortschaft in der zwar viel gebaut wurde aber ansonsten von mir keine anderen bemerkenswerten Punkte bemerkt wurden. Das Durchwandern des Ortes zog sich und danach öffnete sich der Blick nach Playa Blanca und im Hintergrund Fuerteventura mit dem Strand im Norden bei Corralejo.
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Jetzt galt es noch das vor mir liegende Lava Feld zu durchqueren. Irgendwann habe ich dann meine berühmte Mittagspause (Oliven Käse … ) inmitten dieser unwirklichen Landschaft eingenommen und wurde von einem Mountainbiker überholt - dem einzigen Menschen den ich ausserhalb eines Ortes am heutigen Tag zu Gesicht bekam. Die Ankunft in Playa Blanca schließlich war absolut enttäuschend und eigentlich eine Schande. Anstatt einen schönen „Zieleinlauf “ geboten zu bekommen kommt man durch die Hintertür irgendwo in Höhe der Strasse am Hotel Tropical Island zwischen einem Neubaugebiet und einer Müllhalde am Ziel an.
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Ich machte mich also auf den Weg Richtung Centrum und der Bushaltestelle weil ich ja heute noch mit dem Bus Richtung Arrecife wollte um dort mein letztes Zimmer in dieser Woche zu beziehen. Mein früher Flug am nächsten Morgen lies keine andere Möglichkeit zu. Da ich noch Zeit hatte besuchte ich die Strandpromenade und es folgte die Belohnung mit einem kalten Glas Weisswein und einer Portion Gambas al Ajillo.
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Freitag, 08.06.2019 Tag 7 und damit letzterTag (Teil II)
Dann war es Zeit mich zur Guagua Station zu begeben. Das Bussystem auf Lanzarote ist sehr gut ausgebaut und man kommt für wenige Euro in alle Teile der Insel. Ich musste also heute noch nach Arrecife da ich dort für die letzte Nacht mein Zimmer gebucht hatte. Mein Flug am nächsten Morgen ging sehr früh ab und eine andere Alternative blieb daher nicht. Schnell und unkompliziert erreichte ich mein Ziel – die Suche nach meiner Bleibe dauerte allerdings dann beinahe so lange wie die Busfahrt selbst.
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Rucksack auspacken und unter die Dusche – dann etwas essen gehen – das waren jetzt meine einzigen Antriebspunkte. Ich war echt geschlaucht.
Nach der erholsamen Dusche schlenderte ich Richtung Lokalitäten und es bewahrheitete sich was ich schon vermutet hatte. Hier war ich bei meiner Ankunft am letzten Sonntag auf dem Weg zur Busstation schon einmal vorbei gelaufen … der Kreis schloss sich.
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Direkt am wunderschönen alten Hafen kehrte ich in ein Tapas Restaurant ein und bestellte mir verschiedene kleine Köstlichkeiten.
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Zufrieden und satt kehrte ich in mein Domizil zurück. Aufgrund der Wärme im Zimmer musste ich das Zimmer direkt zur Strasse öffnen und hier lag mein Problem. Ein Verkehr wie auf der Autobahn und ein Leben auf der Strasse bis Nachts um ein Uhr. Ich musste um halb sechs raus um zum Flughafen zu kommen - dementsprechend elend verlief für mich die letzte Nacht ...
Vielen Dank für Euer Interesse an meinen Zeilen ...
Hier noch einige nachträgliche Bilder von meiner Wanderung die es nicht in meinen Bericht geschafft haben, der Leserschaft aber auch nicht vorenthalten werden sollen:
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