Hier können wir uns über die historischen Ortsnamen auf La Palma autauschen.
Ich möchte anfangen mit
Las Tricias
Die Bezeichung tricia gab es ab Mitte des 16. Jahrhunderts auf Teneriffa und auf La Palma. Ein tricia ist ein Stock aus brezo, haya oder acebiño (Heidekraut, Buche oder Stechpalme), den am häufigsten in der Gegend vorkommenden Gehölzen. Las tricias wurden zur Erstellung von Zäunen verwendet. An den senkrechten tricias, die in den Boden eingeschlagen wurden, befestigte man Stangen, um die Weiden so einzuzäunen.
Am Namen lässt sich erkennen, dass es im Ort Weidegründe gab und dass man dort vermutlich Kühe gehalten hat.
Der Name Los Quemados bedeutet übersetzt wörtlich „Die Verbrannten"
Der Name bezieht sich direkt auf die Landschaft, die durch historische Vulkanausbrüche geformt wurde. Da der Ort unmittelbar an den Hängen der Vulkane San Antonio und Teneguía liegt, wurde das Land in der Vergangenheit sprichwörtlich von der herabfließenden Lava „verbrannt“ und mit schwarzer Vulkanasche bedeckt.
Ich bewege mich durch wilde Orte – zu Fuß, mit dem Fahrrad, oft alleine. Ohne Abkürzungen.
Hier geht es nicht um Ziele, sondern um das Unterwegssein.
Tijarafe bedeutet in der Sprache der Altkanarier "Ort des Schattens und der Frische". Die spanische Übersetztung ziert auch das Stadtwappen: "Sitio de sombra y frescura".
Diese Zuordnung des Namens Tijarafe stammt aus neuerer Zeit und wird bis heute von der Gemeinde verwendet. "Schatten und Frische" könnten aber vielleicht zu vorkanarischer Zeit nicht unbedingt im Vordergrund einer Ortsbezeichnung gestanden haben.
Es ist auch möglich, dass der Name einen "steilen, rauen Weg" oder einen "Ort am steilen Hang" beschreibt und von der Schwierigkeit der Erreichbarkeit des Ortes im Gelände zeugt. Leider gibt es aus der Epoche der Benahoaren keine schriftlichen Aufzeichnungen und es gab auch nur wenige mündliche Überlieferungen, so dass die Etymologie dieser alten Ortsnamen wohl nie ganz eindeutig zu klären sein wird.
Der Autor des erstgenannten Artiklels deutet dann auch die zweite Erklärung an (und bezweifelt die Richtigkeit), welche besagt, daß der Ort nach dem Ort eines Pechfeuers benannt wurde, das den Schiffen als Orientierungspunkt gedient haben soll, weil es schon von weitem sichtbar war. Quelle: Artikel im Netz über die Leuchtturm-Variante
Der Begriff leitet sich von der Auswanderungsgeschichte ab. Der Süden von La Palma und insbesondere Fuencaliente waren früher stark von Armut und Landwirtschaft geprägt. Las Indias galt historisch als der letzte bewohnte Außenposten, von dem aus viele Bewohner aufbrachen, um ihr Glück in Amerika („las Indias“) zu suchen. Der Ortsname erinnert an diese enge historische Verbindung und den Auswandererstrom der Palmeros nach Lateinamerika (vor allem nach Kuba und Venezuela).
Viele Palmeros und deren Nachfahren sind im Laufe der Zeit zurückgekehrt. Diejenigen, die in Lateinamerika (vor allem in Kuba) zu erheblichem Reichtum gelangten und diesen nach ihrer Rückkehr stolz zur Schau stellten, nennt man auf den Kanaren „Indianos"
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