In exakt drei Wochen soll es mit Condor nach Lanzarote gehen. Leider hat sich unsere "sie" bei einem Sturz ein Ödem im Sprunggelenk zugezogen und darf den betroffenen Fuß nicht belasten. Voraussichtlich wird dieses gesundheitliche Problem auch bis zum Abflug nicht behoben sein... .
Entsprechend ist Krücken-Urlaub angesagt. Damit zumindest etwas mehr Bewegung möglich ist als mit den "klassischen" Krücken, haben wir uns dieses Gerät angeschafft, welches auch hervorragende Dienste leistet:
Nun stellen wir uns aber die Frage, ob wir damit problemlos in den Flieger kommen. Klar, Krücken gelten nicht als Handgepäck und dürfen im Passagierraum mitgenommen werden und Condor weist bei der Anmeldung von Rollstühlen u.ä. explizit darauf hin, dass Gehstöcke und Krücken nicht angemeldet werden müssen:
Gehhilfe.jpg
Aber trifft das auch für dieses in Deutschland recht exotische Gerät (in den USA, UK und Australien ist das wohl sehr viel häufiger anzutreffen) zu?
Hat jemand vielleicht Erfahrungen oder weiß einer unserer "Airline-Spezialisten" etwas dazu?
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Euer Hilfsmittel läuft allerdings unter Orthese, da hab ich explizit nichts zu gefunden….
Im weiteren Sinne ist es eine Gehhilfe, da wird ein Attest empfohlen.
Eine Orthese ist aber eher doch das, was die Dame auf der Produktseite am Fuß trägt.
Eine Orthese umschließt ein Körperteil, um dieses zu entlasten und ruhig zu stellen. Häufig kommen Orthesen nach Sportverletzungen wie einem Bänderriss oder bei Krankheiten zum Einsatz, wo sie den Heilungsprozess unterstützen sollen.
Wir haben ja die Gehstütze. Die wird nur mit den Bändern fixiert, damit man freihändig gehen kann und beide Hände frei hat. Die Stütze kann aber jederzeit mit zwei Handgriffen abgeschnallt werden und soll während des Fluges halt in das Gepäckfach....
Für ein Ödem im Sprunggelenk so ein Moped von Orthese? Scheint mir als Physio mehr als überdimensioniert. Da reicht eine Aircastschiene. Welche Strukturen hat es denn erwischt? Bänder, Knorpel? Umgeknickt oder gestaucht? In drei Wochen sollte und müsste Vollbelastung erlaubt und möglich sein. Immer abhängig von der Art der Läsion, aber solch ein Brace wie du da hast hab ich 26 Jahren nicht gesehen!
Der Orthopäde sagt nach CT: sechs Wochen keine Belastung auf dem entsprechenden Fuß. Gab eine Schiene für den Fuß, 50 Thrombosespritzen und ein paar Krücken auf Rezept. Nach sechs Wochen Kontroll-CT. Wenn nicht besser, dann noch einmal sechs Wochen ohne Belastung. Keine Physio vorgesehen.
Da frau mit den Krücken absolut nicht klar kommt, haben wir uns diese Gehhilfe besorgt. Damit ist Frau deutlich mobiler...
Habt Ehrfurcht vor den Pflanzen, denn alles lebt durch sie. J.W.v.Goethe
Toutes choses sont dites déjà; mais comme personne n’écoute, il faut toujours recommencer. André Gide
Umgeknickt und gestürzt mit später geschwollenem Fußgelenk. Onkel Doc sagt Verstauchung und Knochenmarködem am Sprunggelenk. Eine weiterführende Disgnose gab es nicht.
Siltho hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 20:14
Umgeknickt und gestürzt mit später geschwollenem Fußgelenk. Onkel Doc sagt Verstauchung und Knochenmarködem am Sprunggelenk. Eine weiterführende Disgnose gab es nicht.
Da sind 6 Wochen totale Entlastung aber echt etwas lang. Heute meistens schmerzadaptierte Vollbelastung indiziert. Aber gut, der Doc hat die Macht….aber bitte den Fuß viel bewegen, sonst wird er bocksteif und es dauert ewig bis er wieder mobil ist. Knochenmarködem hört sich immer dramatisch an, ist die gute alte Verstauchung und du bräuchtest eigentlich gar keine Orthese, da Bänder intakt. Und Physio zur Behandlung wäre gut.
Sorry für Grobian, ist so meine Art.
Für mich klingt das nach dem alten Spruch:
Privatpatienten sterben länger. (Bin selber einer.)
Habt Ehrfurcht vor den Pflanzen, denn alles lebt durch sie. J.W.v.Goethe
Toutes choses sont dites déjà; mais comme personne n’écoute, il faut toujours recommencer. André Gide
Ist natürlich nicht dieselbe Verletzung, aber Nancy konnte gut drei Wochen nach ihrem Bänderriss in halbwegs ebenen Terrain schon wieder leichte Spazierwanderungen machen. Selbst leichte, gleichmäßige Steigungen waren schon wieder drin in unserem Madeira Urlaub. Ein paar Kilometer am Stück konnte sie durchaus laufen.
mrjasonaut hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 20:29
Sorry für Grobian, ist so meine Art.
Für mich klingt das nach dem alten Spruch:
Privatpatienten sterben länger. (Bin selber einer.)
Da mein Name genannt wurde: Was haben solche Sprüche mit dem eigentlichen Thema zu tun?
Wo bleibt der Respekt vor der Patientin?
Alter ...
Du liebe Güte, man kann es auch übertreiben ...
... der jasonaut hat ein Späßchen gemacht
und hinsichtlich der Diagnose - ohne Details zu kennen - sieht meine Physio (meine Frau) es genauso wie der "Forumsphysio". So ein Monstrum hält sie für wenig zielführend.