La Palma: el futuro posible de una isla vulnerable / La Palma: Die mögliche Zukunft einer gefährdeten Insel

Allgemeine Themen rund um die Kanareninsel La Palma
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elhierron
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La Palma: el futuro posible de una isla vulnerable / La Palma: Die mögliche Zukunft einer gefährdeten Insel

Beitrag von elhierron »

https://www.eldiario.es/canariasahora/o ... 80927.html

aus meiner Sicht ein sehr interesanter Artikel, leider zu lang um ihn hier komplett zu übersetzen
... Der Inselrat von La Palma verfügt über keinen Wiederaufbauplan, der es ermöglichen würde, vorauszusehen, welche Bauarbeiten und Aufträge erforderlich sind, und auch der im Januar 2023 einstimmig beschlossene Sektorenrat für den Wiederaufbau ist noch nicht einberufen worden. ... ist ein Wiederaufbau nach Belieben, der von Improvisation, Klientelismus und völliger Undurchsichtigkeit geprägt ist. Ein Modell, das befreundete Unternehmen begünstigt und den Betroffenen den Rücken kehrt, bis zu dem Punkt, dass die Regierung der Kanarischen Inseln, um diese Undurchsichtigkeit zu schützen, vor dem Obersten Gerichtshof sogar Klage eingereicht hat, um ihre Weigerung zu rechtfertigen, offenzulegen, wer die Wiederaufbauzuschüsse erhält. ....

Der öffentliche Sektor der Insel ist überdimensioniert und hat sich zu einem Arbeitgeber der letzten Instanz entwickelt, mit einer starken klientelistischen Komponente, unfähig, den Mangel an Möglichkeiten im privaten Sektor aufzufangen und zu beheben. Er macht fast 10 % der Beschäftigung auf der Insel aus, und wenn wir Bildung und Gesundheitswesen hinzurechnen, erreicht er 25 %.

... Und was am meisten beunruhigt: Das vorherrschende Modell setzt weiterhin auf eine ausbeuterische und massentouristische Entwicklung, die auf anderen Inseln, die mit La Palma vergleichbar sind, bereits gescheitert ist. Der Inselrat gibt grünes Licht für das Instrument zur besonderen Tourismusplanung (IPST) von Puerto Naos, das das Land in diesem Gebiet für ein rücksichtsloses, rasantes Wachstum freigibt, das nur einer bestimmten Hotellobby mit Immobilien in der Gegend zugutekommt.

Um Überraschungen zu vermeiden, hat der Cabildo vor dieser Genehmigung in der Plenarsitzung am vergangenen Donnerstag, dem 9. April, Mitglieder der Umweltprüfungskommission abberufen und neue Mitglieder ernannt. Um das Ganze abzurunden, gibt es das Projekt des Tunnels El Remo-La Zamora: 328 Millionen Euro für 5,5 Kilometer technisch hochkomplexer Bauarbeiten mit erheblichen Umweltauswirkungen – eine öffentliche Investition, die einzig und allein darauf abzielt, den Südwesten von La Palma mit möglichst vielen Touristen zu füllen. Keine der drei großen Parteien – CC, PSOE und PP – lehnt dies ab.

... das Überraschendste ist, dass nicht mit Sicherheit bekannt ist, wie viele Menschen tatsächlich auf der Insel leben: Schätzungen zufolge liegt die tatsächliche Zahl zwischen 20 % und 25 % unter der offiziell registrierten, also bei etwa 65.000 Einwohnern gegenüber den 86.194 in der Volkszählung erfassten. Für die Planung von Infrastruktur und Dienstleistungen ist es unerlässlich, die tatsächliche Bevölkerungszahl zu kennen.

... aufgrund der durch den Vulkan verursachten Zerstörung unter Druck, sondern auch wegen des jahrzehntelangen Mangels an Wohnraumpolitik (von 2012 bis 2023 werden auf der Insel keine Sozialwohnungen gebaut), ... Der Fall Tijarafe ist paradigmatisch: Allein in dieser Gemeinde wurden Baugenehmigungen für mehr als 60 Ferienvillen auf ländlichem Grund beantragt, fast alle mit Swimmingpool, und dazu kommen noch etwa 290 Ferienwohnungen. Die meisten Bauträger sind ausländische Investoren oder Unternehmen mit Sitz außerhalb der Insel, ... Das Gleiche geschieht in Puntagorda und Garafía.

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elhierron
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Re: La Palma: el futuro posible de una isla vulnerable / La Palma: Die mögliche Zukunft einer gefährdeten Insel

Beitrag von elhierron »

passend dazu:

https://idafe.com/German/51blog_de.html
Sitzung der "Comisión Ambiental"
In dieser Woche wird die comisión ambiental darüber entscheiden, ob große Gebiete mit Bananenplantagen bei Puerto Naos von Landwirtschaft auf Tourismus umgezont werden dürfen. Das Land gehört schon zum großen Teil Unternehmer im Hotelbereich. Mehr als 50% gehört Juan Francisco Rosa, einem Hotelier aus Lanzarote. Weiter ist auch die Firma Vihefe S.A. der Familie Morriña Eigentümerin von viel Land. Wird die Umzonung bewilligt, steigt natürlich der Landpreis und es ist fast sicher, dass dann auch weitere Hotels gebaut werden. Wir sind hier an einem wichtigen Punkt ob wir den nachhaltigen Tourismus ernst nehmen oder einfach aufgrund von Lobby und Kapitalgelüsten dem Druck nachgeben und die gleichen Fehler wiederholen an welchen die anderen Inseln nun leiden.
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Schnecke
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Re: La Palma: el futuro posible de una isla vulnerable / La Palma: Die mögliche Zukunft einer gefährdeten Insel

Beitrag von Schnecke »

Tja, wie immer: follow the money :.. !
Tunnel zwischen El Remo u. La Zamora :gruebel:
Na, da "freuen sich sicher die immer wieder dort vorkommenden, wenn auch kleinen, Erdbeben". :lachschlapp:
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El Cabildo inicia la tramitación del instrumento de planificación turística de Puerto Naos

Beitrag von elhierron »

https://eltime.es/politica/185-instituc ... nense.html

ob die das wirklich glauben was sie da von sich geben ?
Der Inselrat leitet das Verfahren für das Tourismusplanungsinstrument von Puerto Naos ein

Die Umweltprüfungskommission des Inselrats von La Palma hat die Einleitung des Verfahrens für das Instrument zur spezifischen Tourismusplanung (IPST) zur strukturellen und detaillierten Raumordnung der Küste von Los Llanos de Aridane, insbesondere in den Ortschaften Puerto Naos und Charco Verde, genehmigt.

... „Wir von der Regierungsfraktion des Cabildo setzen klar auf ein Modell, das die Schaffung neuer touristischer Infrastrukturen ermöglicht, ein nachhaltiges Wachstum gewährleistet und den Zugang für Investoren erleichtert – was für die weitere wirtschaftliche und soziale Erholung unerlässlich ist, wobei der Tourismussektor eine Schlüsselrolle spielt, während gleichzeitig unsere Umwelt geschützt wird“, erklärt Rodríguez.

„Wir verteidigen das Tourismusmodell von La Palma, das den Wohlstand am besten verteilt, aber wir wissen, dass es, um nachhaltig zu sein, mit anderen Hotelinfrastrukturen einhergehen und eine landschaftliche Integration anstreben muss, damit Tourismus und Primärsektor in diesem Gebiet nebeneinander bestehen können“, fügt er hinzu.

In diesem Sinne betont der Präsident, dass dieses Instrument ein strategisches Engagement der Inselregierung zur Wiederbelebung des Tourismus als Wirtschaftsmotor darstellt, das Arbeitsplätze schafft, Investitionen anzieht und das Image der Insel als sicheres und hochwertiges Reiseziel stärkt.

... Das Projekt sieht ein kompaktes und ausgewogenes Modell der touristischen Entwicklung auf einer Fläche von etwa 27,7 Hektar vor, auf der die Errichtung von Beherbergungsbetrieben mit einer maximalen Kapazität von rund 2.100 Betten geplant ist, die den regionalen Tourismusstandards und der Tragfähigkeit des Gebiets entsprechen.

Eines der herausragendsten Elemente des Plans ist sein Engagement für die landschaftliche und ökologische Integration, wobei mehr als 55 % der Fläche für Grünanlagen und Freiflächen vorgesehen sind, während ein bedeutender Teil der nicht bebaubaren Fläche weiterhin dem traditionellen Bananenanbau gewidmet bleibt, der in vielen Fällen auf ökologischen Anbau umgestellt wurde. Dieser Ansatz ermöglicht es, die touristische Entwicklung mit der Erhaltung der für die Insel charakteristischen Agrarlandschaft in Einklang zu bringen.

Darüber hinaus beinhaltet der IPST fortschrittliche Nachhaltigkeitskriterien, wie die obligatorische Nutzung erneuerbarer Energien, die Wiederverwendung von aufbereitetem Wasser, nachhaltige Entwässerungssysteme und energieeffiziente Lösungen in den Gebäuden.

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Re: La Palma: el futuro posible de una isla vulnerable / La Palma: Die mögliche Zukunft einer gefährdeten Insel

Beitrag von Birigoyo »

Wenn das die Zukunft sein soll :gruebel: .
Die Bilder sind gar grauslich.
Fritze kann es nicht! Die Krähe hats gewusst 8-) .
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Lee
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Re: La Palma: el futuro posible de una isla vulnerable / La Palma: Die mögliche Zukunft einer gefährdeten Insel

Beitrag von Lee »

Klassischer KI Fake der immer mehr eingesetzt wird um irgendwas zu veranschaulichen. In manchen “Kanaren Nachrichten“ Seiten trifft man sogar auf solch Fantasie Bilder, wenn aktuelle(!) Landschaften der Inseln gezeigt werden sollen.

Siehe hier: https://www.kanarenmarkt.de/la-palma

Oder siehe El Hierro: https://www.kanarenmarkt.de/el-hierro

Was natürlich nicht bedeutet, dass eine neue Bebauung um Puerto Naos herum nicht ähnlich schlimm wie oben präsentiert ausschauen würde.
Zuletzt geändert von Lee am Fr 1. Mai 2026, 14:38, insgesamt 4-mal geändert.
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don.ronaldo
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Re: La Palma: el futuro posible de una isla vulnerable / La Palma: Die mögliche Zukunft einer gefährdeten Insel

Beitrag von don.ronaldo »

Herrjeh, dieses PR-Geschwalle ist ja kaum auszuhalten... :crazy:
Zur Beruhigung der Bananenbarone dürfen ein paar Stauden stehen bleiben, aber das dicke Geschäft läuft natürlich über Tourismusimmobilien.
Menschen sind einfach sonderbar, auch ich. (Elisabeth Scott, SZ 28.7.2023)
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Schnecke
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Re: La Palma: el futuro posible de una isla vulnerable / La Palma: Die mögliche Zukunft einer gefährdeten Insel

Beitrag von Schnecke »

Anstatt soviel KI wäre etwas mehr natürliche Intelligenz besser .... ;)
Die Hoffnung stirbt zuletzt ...
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Kurt
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Re: La Palma: el futuro posible de una isla vulnerable / La Palma: Die mögliche Zukunft einer gefährdeten Insel

Beitrag von Kurt »

@Lee,
Diese Bilder stammen vom Cabildo.
Ich persönlich glaube aber nicht dran, dass da Hotels gebaut werden. Das ist nur Propaganda. Die Investoren haben das Land schon sehr lange, und würden ganz gerne. Die Ideen stammen ja aus alten Zeiten, als man noch vom großen Wurf geträumt hat.
Aber das sind Unternehmer und die können rechnen. Deswegen wissen die auch, dass sowas auf La Palma nichts wird.
Aber vielleicht einige Appartementanlagen...
Oder auch Luxusvillen.
Es wird kein Golfhotel geben, kein spahotel in Las Manchas und auch keine Hotelanlagen mit mehr als 2000 Betten in Puerto Naos.
Der Wert der Länderreien ist nun mehr. Man begründet das mit der Anockkung von Investoren. Jetzt kann man da richtig Geld verdienen.
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Re: La Palma: el futuro posible de una isla vulnerable / La Palma: Die mögliche Zukunft einer gefährdeten Insel

Beitrag von Lee »

Wobei ich befürchte, dass aufgrund der zunehmend unsicheren Weltlage, der weltweiten Inflation, der steigenden Kerosinkosten gerade für die Europäer das Mittelstreckenziel Kanaren als Ersatz für Fernreisen noch deutlich attraktiver werden wird. TF, GC, LZ, FUE und selbst La Gomera eilen von einem Belegungsrekord zum nächsten und dieser Trend wird sich auf dem Archipel in den nächsten Jahren bestimmt noch deutlich verstärken, und selbst El Hierro und La Palma, die davon bisher weitgehend verschont geblieben waren, mit etwas Verzögerung erreichen. Und selbst die schwerere Erreichbarkeit und leichte Sperrigkeit der beiden Inseln könnte, wenn die anderen Inseln touristisch "abgefrühstückt" sind irgendwann zum Standortvorteil werden.....Schlagworte ursprünglich, authentisch usw.....
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Re: La Palma: el futuro posible de una isla vulnerable / La Palma: Die mögliche Zukunft einer gefährdeten Insel

Beitrag von Lee »

Kurt hat geschrieben: Fr 1. Mai 2026, 15:08 @Lee,
Diese Bilder stammen vom Cabildo.
Auch die Bilder aus dem Kanarenmarkt?
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elhierron
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Re: La Palma: el futuro posible de una isla vulnerable / La Palma: Die mögliche Zukunft einer gefährdeten Insel

Beitrag von elhierron »

... die Hotelpläne hinter La Bombilla sind ja nicht neu, in den 2010er (?) Jahren wollte man dort ein 5 Sterne Tauchhotel bauen, die Flächen wurden ja schon geräumt, wurde dann / ist der Wohnmobilstellplatz ...
Screenshot 2026-05-01 195827.png
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Re: La Palma: el futuro posible de una isla vulnerable / La Palma: Die mögliche Zukunft einer gefährdeten Insel

Beitrag von elhierron »

https://idafe.com/German/51blog_de.html

Roger hat den Plan gepostet
Screenshot 2026-05-03 111734.png
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Re: La Palma: el futuro posible de una isla vulnerable / La Palma: Die mögliche Zukunft einer gefährdeten Insel

Beitrag von Pe.Ro »

hier noch mehr Fotos und ein Kommentar von Simon Märkle:

https://news.la-palma-aktuell.de/2026/0 ... nenhotels/
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Re: La Palma: el futuro posible de una isla vulnerable / La Palma: Die mögliche Zukunft einer gefährdeten Insel

Beitrag von elhierron »

Peter war etwas schneller :thumbup: , lass das aber trotzdem mal stehen

SM hat zum gleichen Thema einen langen Post:

https://news.la-palma-aktuell.de/2026/0 ... nenhotels/
ich empfhele den ganzen Artikel selbst zu lesen
... Die Rede ist von 5 Parzellen südlich des Meliahotels, wo derzeit Bananen wachsen. 27 ha groß ist das und wohl schon länger in der Hand von potentiellen Investoren, die damals beim Kauf die Wette eingegangen sind, dass das mal alles touristisch wird und man da Bettenburgen bauen kann. Von diesem Tourismus scheint man politisch auch zu träumen und nun hat die Umweltprüfung ergeben, dass eine solche Umwidmung der Parzellen in touristische Gebiete möglich sei. 2.100 betten sollen da theoretisch entstehen. Aber unser oberster Palmero und heutiges Geburtstagskind, der Inselpräsident Sergio hat da entsprechende Einschränkungen verkündet, wegen Nachhaltigkeit und so Sachen. Deshalb sollen 60% der 27ha der Banane vorbehalten bleiben ...

...Stolz ist man dennoch, und erzählt, dass das ja für die eigene Jugend Arbeitsplätze schaffen würde, wenn man da Hotels bauen würde. Jetzt ist natürlich die Frage, ob es da tatsächlich ein Interesse gibt, dass da was gebaut wird. Der Investor mit dem dicken Geldbeutel investiert ja im Normalfall nur, wenn er die Erwartung hat, dass das Investment den dicken Beutel noch praller macht. Bislang hat das aber hier nicht wirklich was eingebracht, mit den Hotelburgen. Das Princess in Fuencaliente verdient einen Teil seines Geldes damit, dass sich Palmeros am Wochenende da Allinklusiv einmieten, die Kinder im Pool abstellen und gemeinsam mit den Freunden dort tüchtig Alkohol konsumiert. Das Solhotel hat früher, mangels Gäste, über Monate zugehabt ...

...Generell haben wir hier wenige Hotels, die pauschal angeboten werden. Da gibt es die Dinger in Cancajos, das Princess und eben noch das Melia (ehemals Sol) in Puerto Naos. Die Hotels sind ja auch nicht übermäßig belegt, wobei, seit die Engländer mit Jet2 eingeflogen werden, hat sich da schon was getan. Dennoch ist La Palma bislang nicht wirklich bei den Hotelurlaubern beliebt. Aber man möchte das seit vielen Jahren ändern. Argumentiert wird stets mit der „kritischen Masse“ sprich, wir müssten hier entsprechend Betten vorhalten, damit die Fluggesellschaften überhaupt Flieger zu uns schicken. Bei jedem touristischen Großprojekt, welches auf den Diskussionstisch gelegt wird, kommt diese Argumentation. Da werden dann die Pläne für Golfhotels genauso wir ein Wellnesshotel in Las Manchas zum insularen Interesse gemacht, um die bürokratischen Hürden für die Investoren, die angeblich hinter jeder Ecke lauern, so niedrig wie möglich zu halten. Wiederspruch kommt auch immer von der gleichen Seite. Dabei geht es um Ausverkauf der Insel, Identität, Naturschutz und so weiter. Je größer die Pläne, desto größer das Eigenlob der verantwortlichen Politiker und eben auch der Wiederspruch. Amüsanter weise passiert da aber am Ende immer erst einmal gar nichts. Sprich Lob und Gemaule sind umsonst, und man möchte meinen, dass es angebrachter wäre da eine gewisse Buddhistische Ruhe zu bewahren. Das gilt auch nun, es liegen wieder neue Ideen auf dem Tisch.
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Re: La Palma: el futuro posible de una isla vulnerable / La Palma: Die mögliche Zukunft einer gefährdeten Insel

Beitrag von Enric »

Ich finde, dass Simon Märkle vollkommen recht hat: Man sollte da erst einmal gelassen bleiben. Vollmundige Ankündigungen dieser Art gibt es immer wieder, aber meist passiert - nichts. Oder erinnert sich noch jemand an die Idee unseres Inselpräsidenten, Puerto de Tazacorte nach dem Vorbild von Puerto de Mogan umzugestalten?
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben (Alexander v. Humboldt)
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Re: La Palma: el futuro posible de una isla vulnerable / La Palma: Die mögliche Zukunft einer gefährdeten Insel

Beitrag von don.ronaldo »

Und außerdem, Herrschaften, gibts da keinen Strand. Also ich seh da so schnell keine Bettenburgen.

Zum Thema "Projekte, auf deren Umsetzung wir warten": Ich würde ja öfter in den Nordwesten fahren, aber es gibt halt immer noch keine Barrancobrücke. Vielleicht ließe sie sich durch Bungeespringen finanzieren? :mrgreen:
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