Auf Menorca hatte ein Autofahrer den Standort eines mobilen Blitzers in einem Messenger-Dienst in Echtzeit geteilt.
Die Beamten der Guardia Civil haben den Mann ermittelt und angezeigt. Ihm wird ein Verstoß gegen Artikel 36.23 des spanischen Organgesetzes zum Schutz der öffentlichen Sicherheit (Gesetz 4/2015) vorgeworfen. Die Geldstrafe dafür beträgt mindestens 601 € bis maximal 30.000 €.
Die Guardia Civil weist laut "Mallorca Magazin" in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Verkehrskontrollen in erster Linie dazu dienen, potentiell gefährliche Verkehrsteilnehmer zu erkennen und aus dem Verkehr zu ziehen. Wer die Standorte der Einsätze weitergibt, handele nicht solidarisch, sondern trage dazu bei, dass diese Personen Kontrollen umgehen und so andere Menschen gefährden könnten.
In Deutschland ist es dagegen nicht verboten, vor Blitzern und Verkehrskontrollen zu warnen. Viele lokale und überregionale Radiosender bieten sogar Hotlines an, über die entsprechende Hinweise gemeldet und anschließend im Verkehrsfunk verbreitet werden. Auch Navigationsdienste wie Google Maps zeigen mobile Kontrollen und Blitzer an, die von anderen Nutzern gemeldet wurden.
Ich kann das überhaupt nicht leiden, wenn Leute vor mobilen Radarkontrollen warnen.
Für mich ist das einfach der falsche Ansatz. Wer sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hält, hat nichts zu befürchten und wird auch nicht geblitzt.
Mein Standpunkt: Fahr vernünftig und halte dich an die Regeln. Und wenn du doch geblitzt wirst, dann steh dazu, zahl die Strafe und lern daraus. Stattdessen sofort zum Anwalt zu rennen und nach Ausreden zu suchen, finde ich unnötig. Verantwortung im Straßenverkehr bedeutet eben auch, die Konsequenzen des eigenen Handelns zu akzeptieren.
Die Welt ist ein Buch.
Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.
[Augustinus Aurelius]
nils.k hat geschrieben: Do 26. Mär 2026, 17:28
... Die Guardia Civil weist ... darauf hin, dass Verkehrskontrollen in erster Linie dazu dienen, potentiell gefährliche Verkehrsteilnehmer zu erkennen und aus dem Verkehr zu ziehen. Wer die Standorte der Einsätze weitergibt, handele nicht solidarisch, sondern trage dazu bei, dass diese Personen Kontrollen umgehen und so andere Menschen gefährden könnten ...
Anders herum gefragt: warum finden so wenige Kontrollen statt?
Ich hatte es schon einmal geschrieben, was hier teilweise abgeht (Kreuzung LL am Mercadillo) geht nicht auf die sprichwörtliche Kuhhaut. Gebäude der Guardia Civil befindet sich ein paar Meter weiter, das Krankenhaus passenderweise auch .
Böse, klar. Aber wenn ich hier Tag für Tag diese Raserei mitbekomme...
In 2 Jahren habe ich keine einzige Kontrolle beobachten können. Nachts fährt die Polizei (verschiedene, oft die aus Gran Canaria) immer Streife, da sind die Fahrzeuge in der Nähe immer gaaaaanz brav.
Die Natur stellt keine Fragen und beantwortet auch keine. Sie hat längst ihren Entschluss gefasst.
Henry David Thoreau (1817-1862)
Ein ewiges Thema und völlig ausgelutscht.
Die einen sind streng dafür, dass man sich IMMER an die Regeln halten soll und man vernünftig fahren soll, dann habe man nichts zu befürchten.
Das ist natürlich der Idealfall, wird aber NIE passieren.
Ob man nun vor Blitzern warnen darf oder nicht, muss das jeweilige Rechtssystem entscheiden.
Das gilt eben keine individuelle Freiheit sondern staatliche Macht, die das regelt.
Und wie immer wird die Sache auch nicht objektiv betrachtet, sondern immer nur von der rechtlichen Seite aus, weil es kann nicht sein, was nicht sein darf.
Dass es dort viel mehr Facetten gibt, wird nicht berücksichtigt. Beispiel sei der unaufmerksame Fahrer, der nicht vorausschauend fährt, der ältere Fahrer, der eigentlich schon keinen Lappen mehr haben dürfte... alles egal.
Hauptsache man fährt 30 wo 30 dransteht.
Saludos desde el Sauerland
El Jardinero *** Star Wars is SciFi, Star Trek is Future. ***