Tödlicher Wanderunfall

Allgemeine Themen rund um die Kanareninsel La Palma
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emgamm
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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von emgamm »

Die Seilsicherung nützt nichts, da das Gelände geologisch instabil ist. Der Weg verläuft unterhalb einer geologischen Grenze, die man auf dem folgenden Bild gut erkennt:
_DSC2066.JPG
An dieser Grenze kommt es immer wieder zu Abbrüchen, wie auf dem Bild zu sehen. Auch auf dem folgenden Bild ist das gut zu erkennen:
_DSC2082.JPG
Der Weg wird dadurch immer wieder verschüttet und installierte Seilsicherungen werden zerstört. Das Geröll bleibt auf dem Weg liegen, wie es die Schwerkraft diktiert. Tritt man auf das Geröll, rutscht es weg. Besonders prekär ist die Situation am Escuchadero-Pass. Das folgende Bild als Rätsel. Wo ist der Weg?
_DSC2106.JPG
Die können da bauen, was sie wollen. Das ist alles nach kürzester Zeit durch Geröll oder Felsstürze an der geologischen Grenze abgeräumt. Deshalb bleibt die Route geschlossen. Und weil es dafür auch langfristig keine Lösung gibt, hat der "Weg" im Wandernetz nichts zu suchen.
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emgamm
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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von emgamm »

Noch ein Bild vom "Weg":
_DSC2110.JPG
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Enric
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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von Enric »

Das man Geröllfelder queren muss, kommt in den Bergen öfter mal vor. Aber das zählt dann nicht mehr als "Wandern", sonder gehört zum "Bergsteigen" mit entsprechender Ausrüstung und ggf. als Seilschaft. Deswegen finde ich auch, dass die Route aus der Liste der Wanderwege gestrichen werden sollte.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben (Alexander v. Humboldt)
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emgamm
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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von emgamm »

Die Geröllfelder im Bereich des Barranco Salto del Agua und hinauf zum Escuchadero-Pass entstehen nicht durch größere Felsstürze, die gut verdichtete und dadurch tragfähige Felder hinterlassen, wie man sie z.B. aus den Dolomiten kennt. Das Geröll kommt Stein für Stein herunter und bildet ein loses Feld ohne Tragfähigkeit. Ich bin bei der Durchquerung des Barranco Salto del Aqua ganz bewusst vom "Weg" abgewichen, weil er mir im damaligen Zustand zu gefährlich erschien. Auch in den Dolomiten muss man immer 'mal wieder vom Weg abweichen und gefährliche Stellen, die durch jüngere Felsstürze entstanden sind, unterhalb oder oberhalb umgehen ... oder umkehren! Warum gibt es keine Bergsteiger in der Caldera? Weil das Gestein nicht hält.

Um die Route offiziell freigeben zu können, wäre ein positives geologisches Gutachten erforderlich. Das wird es nie geben. Einen ähnlichen Fall gibt es gerade auf Madeira. Dort ist seit einigen Jahren die beliebte Route zur Caldeirão do Inferno gesperrt. Die Behörden warten immer noch auf das positive geologische Gutachten, ohne das sie die Route nicht freigeben können. Ob das jemals kommt?
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Penelope
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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von Penelope »

Videos:

Spikune, 2015


(Man beachte Min. 6/7)


Einheimische Lanza-Springer, Januar 2022


(Im 2. Teil scheint es mir ein anderer Wegverlauf?)
"Leben allein genügt nicht, sagte der Schmetterling, Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muß man auch haben." - Hans Christian Andersen
Birigoyo
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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von Birigoyo »

emgamm hat geschrieben: Di 10. Feb 2026, 12:35 Die Geröllfelder im Bereich des Barranco Salto del Agua und hinauf zum Escuchadero-Pass entstehen nicht durch größere Felsstürze, die gut verdichtete und dadurch tragfähige Felder hinterlassen, wie man sie z.B. aus den Dolomiten kennt. Das Geröll kommt Stein für Stein herunter und bildet ein loses Feld ohne Tragfähigkeit. Ich bin bei der Durchquerung des Barranco Salto del Aqua ganz bewusst vom "Weg" abgewichen, weil er mir im damaligen Zustand zu gefährlich erschien. Auch in den Dolomiten muss man immer 'mal wieder vom Weg abweichen und gefährliche Stellen, die durch jüngere Felsstürze entstanden sind, unterhalb oder oberhalb umgehen ... oder umkehren! Warum gibt es keine Bergsteiger in der Caldera? Weil das Gestein nicht hält.

Um die Route offiziell freigeben zu können, wäre ein positives geologisches Gutachten erforderlich. Das wird es nie geben. Einen ähnlichen Fall gibt es gerade auf Madeira. Dort ist seit einigen Jahren die beliebte Route zur Caldeirão do Inferno gesperrt. Die Behörden warten immer noch auf das positive geologische Gutachten, ohne das sie die Route nicht freigeben können. Ob das jemals kommt?

Klingt sehr aufschlussreich. Darf man fragen, auf welchem Weg Du Dir das offenbar umfangreiche geologische
Wissen erworben hast?
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aurora
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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von aurora »

Ich brauche da keine geologischen Gutachten, sondern gucke mir den Weg an; und der ist nichts für Menschen mit Höhenangst - zu denen auch ich gehöre. Obwohl ich ansonsten über alle Höhen und Niederungen wandere. Aber das sind Wege, bei denen ich umkehre. Die kann ich noch nicht einmal auf allen Vieren bewältigen :)
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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von mrjasonaut »

Danke Penelope fürs Kompendium, muss ich mal in Ruhe sichten.
Insbesondere die Querverbindungen hoch zum Caldera Kamm interessieren mich, natürlich aus rein akademischem Interesse. Da scheinen die Speerfischer noch mehr zu wissen. Wir hatten das auch schonmal irgendwo kurz angesprochen.
Emgamm? Dein Spezialgebiet alte Verbindungswege würde hier passen. Kann doch nicht alles nur immer über den Reventon gelaufen sein. Die Schmuggler wären arbeitslos.

Alte Karten usw.
Habt Ehrfurcht vor den Pflanzen, denn alles lebt durch sie. J.W.v.Goethe
Toutes choses sont dites déjà; mais comme personne n’écoute, il faut toujours recommencer. André Gide
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Re: Tödlicher Wanderunfall

Beitrag von Schnecke »

von emgamm » Di 10. Feb 2026, 10:05
Noch ein Bild vom "Weg":
Welcher "Weg" ???? :shock:
"Glaube wenig - prüfe und hinterfrage alles - denke selbst"
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"Nur wenn man gegen den Strom schwimmt, gelangt man zur Quelle!"
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