Diese kurze Rundtour sollte man unbedingt machen. Und sie eignet sich auch bestens für bewölkte oder neblige Tage.
Trotz ihrer Länge von nur 2 Kilometern ist sie aufgrund des ansatzlos und steil erfolgenden Aufstiegs aber sogar ein wenig anstrengend, zumindest wir als Ü-60er empfanden das so.
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Super Bilder. Erinnerungen an unseren La Gomera Urlaub und Vorfreude auf den nächsten im Januar werden wach
Aber damit hätte ich auf El Hierro nicht gerechnet. Wenn wir mit dem Haus soweit fertig sind, steht die Insel ganz oben auf unserer to Do Liste. Dank deiner Bilder noch mehr, als vorher schon.
Ja, der Nebelwald erinnert wirklich stark an La Gomera. Der Rest der Insel aber eher nicht, der ist eher eine Mischung aus Irland oder den Azoren (zumindest im Frühling), Lanzarote und La Palma, plus was ganz eigenes.
El Hierro ist mittlerweile meine Number Two auf den Kanaren.
Die Aufgabenstellung beim Frühstück war: Wo können wir bei diesigem Wetter eine überschaubare Runde laufen, bevor wir nachmittags zur Salida de los Carneros gehen? Das Ergebnis war dann, dass wir diesen wunderbaren Flecken auf unserer ersten Reise entdeckt haben.
Ergänzend zu Lees tollen Fotos auch von mir noch ein paar Eindrücke von unserer Hoya del Pino-Runde.
Schon am Refugio stehen beeindruckende Baumgruppen - ob echter Lorbeer oder Doppelgänger, habe ich nicht näher bestimmt.
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Hoya del Pino WB20140302 2.JPG
Ich habe den Start nicht mehr als besonders steil in Erinnerung, aber bei der allgegenwärtigen Feuchtigkeit muss man natürlich auf rutschige Stellen achten.
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Keine Ahnung, warum Peter Jackson für seinen Dreh von 'Herr der Ringe' nach Neuseeland geflogen ist. Hätte man auch hier machen können ...
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Hoya del Pino WB20140302 5.JPG
Es gibt auch kürzere Abschnitte mit etwas offenerem Baumbestand, die einen Blick "von außen" auf den Lorbeerwald erlauben (im Rahmen der dunstigen Möglichkeiten )
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Bitte nicht auf die allerletzte Schärfe achten - eines meiner Objektive hatte Probleme, die ich natürlich erst zuhause entdeckt habe.
Heißt: Ich muss da nochmal hin!
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Hoya del Pino WB20140302 8.JPG
Hoya del Pino, Picconia excelsa WB20140302 9.JPG
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Und noch ein bisschen Unterwuchs - sind ja nicht "nur" Farne.
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Hoya del Pino, Pericallis appendiculata WB20140302 11.JPG
Hoya del Pino, Pericallis appendiculata WB20140302 12.JPG
Anschließend sind wir dann zu den wilden Hammeln aufgebrochen. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich hier viewtopic.php?p=63083#p63083 schon mal erzählt habe.
¡Hasta luego!
Wolfgang
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Tolle Fotos, Cortado. Das ist einfach ein zauberhafter Ort.
Cortado hat geschrieben: Fr 21. Nov 2025, 10:37
Keine Ahnung, warum Peter Jackson für seinen Dreh von 'Herr der Ringe' nach Neuseeland geflogen ist. Hätte man auch hier machen können ...
Definitiv!
Aber man kann glaube ich nur froh sein, dass er es nicht getan hat. Andernfalls wäre die Insel wahrscheinlich von Besuchern überlaufen worden. Zum Glück haben unsere Postings in diesem schönen, kleinen Insiderforum nicht eine ähnliche Tragweite. Aber schon auf Instagramm würde ich solch Sachen nicht mehr posten.
Wie schon einmal kurz angerissen stand die Erkundung des Tanganasoga, des größten Vulkans der Insel schon länger ganz oben auf meiner Liste. Da im letzten El Hierro Urlaub (März 2024) im Hochland ungewöhnlich dauerhaft kaltes, windiges und nebliges Wetter herrschte, war damals an eine Begehung nicht zu denken. Aber in diesem Spätsommer Aufenthalt standen die Chancen natürlich viel besser. Dieses mal sollte es endlich klappen mit dem Tanganasoga dessen Name für mich immer ein wenig nach einer exotischen abgelegenen Südseeinsel klang. Und ein wenig abgelegen, und nicht leicht zugänglich ist dieser Vulkan, der aus mehreren Kratern besteht und weit aus der Golfosteilwand herausragt zudem auch noch.
Da Nancy nicht so erpicht auf diese Tour war, wartete ich einen Tag ab an dem sie schon vorher wusste das sie nur am Haus relaxen wollte. Aber wie es manchmal mit lang gehegten Wünschen ist, es läuft nicht unbedingt alles wie erhofft wenn Wünsche war werden. Erst pennt man saubescheiden und erst ganz spät in der Nacht ein, und bricht daher nicht wie geplant um 9:00 sondern erst Mittags noch spontan auf, nachdem man das ganze zwischenzeitlich schon gecancelt hatte. Und andere Dinge liefen auch nicht wie angedacht oder präsentierten sich nicht unbedingt wie man es sich ausgemalt hatte.
Der Plan war am Refugio Hoya del Pino zu starten, was vier Optionen bietet um den Tanganasoga zu besuchen.
1. Ganz einfach und kurz: Hin und zurück.
2. Die Rundtour: Hoya del Pino - Tanganasoga - Camino de Sabinosa - und auf der Pista al Derrabado retour.
3. Aufstieg zum Malpaso mit Abstecher auf den Tanganasoga und retour.
4. Die Streckenwanderung und präferiert: Hoya del Pino - Tanganasoga - Camino de Sabinosa - Sabinosa.
Bei dieser Variante muß man allerdings mit dem Bus von Sabinosa nach Frontera fahren und sich von dort aus ein Taxi zum Ausgangspunkt nehmen, was etwa 15 - 20 Euro kosten dürfte. Oder man ruft sich gleich ein Taxi nach Sabinosa und fährt damit direkt nach Hoya del Pino zurück, was ungleich teurer werden könnte. Da sollte man aufgrund der langen Anfahrt nach Sabinosa lieber vorab nach dem Preis fragen.
Als ich am Refugio ankam hatte es sich dann leider auch schon weitgehend zugezogen. Aber egal, wird trotzdem schön, sagte ich mir. Zuerst ging es dann wieder wie vorher gerade schon beschrieben, und von Cortado und mir bebildert durch den wunderschönen Nebelwald bei Hoya del Pino. Dieser präsentierte sich aber auch wie schon der Bosque de La Llania ein paar Tage zuvor als auffällig verdörrt. Viel vom ansonsten so üppigen Bodenbewuchs hatte die sommerliche Dürre niedergerafft. Keine Ahnung ob dieser Zustand im Spätsommer auf El Hierro eher normal ist, oder nicht. Aber als wir im September 2022 auf La Palma waren, hinterließen die Nebelwälder von La Galga und Los Tilos nicht so einen ausgedörrten Eindruck. Fotos habe ich von diesem Wegstück allerdings nicht gemacht, da ich nach diesem späten Aufbruch nicht gleich Anfangs noch weitere Zeit mit Fotostopps vertrödeln wollte.
Am obersten Punkt der kleinen Hoya del Pino Rundtour(Rother Nr. 34) erreicht der Pfad eine Waldpiste, die Pista Jaranita. Hier biegt man links ab und gelangt etwa zwei Minuten später an eine Kreuzung, wo man rechts auf eine weitere, etwas verwilderte Forstpiste abzweigt die sofort in Richtung Cumbre ansteigt.
Der Nebelwald geht hier in einen wilden Mix aus Kiefern, Lorbeerbäumen und Baumheide über. Alles wächst hier nebeneinander, teils separiert nach Baumarten. In besonders schattigen Bereichen des Waldes sah man auch noch üppige Farne gedeihen, aber viel weniger als im Frühling wo man hier durch regelrechte Farnwälder läuft.
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Der Wald reicht hier an ein weites, altes Lavafeld des Tanganasoga heran das teils schon wieder von Bäumen besiedelt wird, aber ansonsten nur von weißen Flechten überzogen ist. Weit hinaus auf dieses unwegsame Gelände sollte man sich aber lieber nicht wagen. Wer weiß, was für Hohlräume hier existieren. Im Hintergrund kann man dafür aber erste Eindrücke des größten Inselvulkans, der aus mehreren Kratern besteht, sammeln.
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Die Piste verflacht sich nach einer Weile und führt weiterhin durch Mischwald der hier aber teils etwas zerflückt ausschaut, wie nach einem Sturm. Vielleicht sind das aber auch noch letzte Spuren des großen Waldbrandes von 2006 der auch ein Stück weit in die Golfosteilwand hereinzog.
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Nach etwa 1,5 Stunden Wanderzeit trifft man nun auf den PR EH 1, den Camino de Sabinosa der hier vom Kamm der Cumbre hinunterkommt. Man biegt hier rechts in Richtung Sabinosa ab und gelangt sofort auf eine Lichtung. Hier erwähnen beide Wanderführer die ich kenne (Rother und Kompass) einen großen Steinhaufen bei dem man weglos in Richtung Tanganasoga aufsteigen soll. Vor Ort war allerdings auch nach ausgiebiger Suche keine solche Markierung mehr zu entdecken. So lief ich das Unterholz ab um einen Durchlass und eine Trittspur zu entdecken die in Richtung des Vulkans führen könnte und wurde relativ schnell fündig.
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Fortsetzung folgt....
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Eine Trittspur führt als teils sehr gerölliger und steil ansteigender Pfad durch die Kraterlandschaft des Tanganasoga. Passatwolken waberten die ganze Zeit über die Kraterkämme des Vulkans und es war schnell klar das ich aussichttechnisch nicht gerade die großen Panoramen erwarten durfte.
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Nach recht kurzem Aufstieg über den Ostkamm gelangt man zu einem sehr schmalen Grat wo sich die Trittspur noch einmal verengt. Und zudem geht es rechts davon amtlich steil bergab. Dieses kurze Wegstück verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, und bei starkem Wind könnte diese Passage relativ gefährlich sein.
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Zwischenzeitlich wirkte es kurz so als wenn man komplett eingewabert werden könnte, was auf El Hierro schnell mal bedeuten kann das man keine paar Meter mehr weit gucken kann. Für diesen Fall hatte ich mir vorgenommen sofort zu stoppen und an Ort und Stelle zu verharren bis der Nebel sich wieder lichtet.
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Aber so weit kam es glücklicherweise nicht mal ansatzweise denn es riss sofort wieder vermehrt auf und ging in klassisches Passatgewaber über. Es fehlten dabei zwar die weiten Blicke, aber durch den fehlenden Wind waren immerhin die Temperaturen sehr angenehm und die ganze Umgebung präsentierte sich in absoluter Stille und vermittelte zudem ein starkes Gefühl der Abgeschiedenheit.
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Plötzlich riss es dann doch noch einmal etwas umfangreicher auf und man konnte kurzfristig sogar einmal die nördliche Abbruchkante des Lavafeldes gen Golfotal erkennen. Kurz fragte ich mich ob ich nicht doch zum noch weiter vor gelagerten Nordgipfel wandern sollte wo sich einer der beeindruckendsten Inselblicke auftun soll. Aber ich wartete lieber erst einmal ab.
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Mittlerweile konnte man sogar fast das gesamte Lavafeld, was ich zuvor entlang des gegenüberliegenden Waldrandes umwandert hatte überblicken. Von hier oben sah es fast wie der Grund einer recht großen, nach Norden in Richtung Golfotal hin offenen Caldera aus.
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Dann rollte aber schon die nächste Rassatwolkenbank heran und ich beschloss den Nordgipfel auszulassen und umzudrehen. Wahrscheinlich hätte man von dort aus eh nicht viel mehr gesehen als von hier.
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Trotz der fehlenden Panoramablicke war es sehr schön auf dem Taganasoga. Der Besuch hatte sich auch so allemal gelohnt. Und vielleicht klappt es mit dem Blick ins Golfotal ja beim nächsten Versuch. Und die Wanderung war ja auch noch nicht zuende.
Fortsetzung folgt....
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