Einigen mag es schon aufgefallen sein. Wir hier auf La Palma haben in diesem Winter einen hohen Anteil von nordwestlichen Winden.
Dies liegt an einer für diesen Winter typischen Standard-Druckverteilung, wobei sich das Hoch oft westlich von uns befindet, und ein Tiefdruckkomplex nördlich, dessen Fronten uns alle paar Tage in abgeschwächter Form erreichen.
Eine stabile Hochdruckbrücke über Nordrussland und Skandinavien verhindert dabei den Abzug der Tiefs in Richtung Osten, das ist auch der Grund dafür, dass die Peninsula diesen Winter buchstäblich geflutet wird, in teilen Portugals herrscht bereits der Notstand.
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Wenn man sich dazu noch die Niederschlagsprognosen für die nächsten 14 Tage anschaut, dann werden die Auswirkungen dieser eingefahrenen Wetterlage deutlich.
Die Peninsula wird in Teilen absaufen, für die Kanaren bleibt wenig übrig.
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Bei uns gibt es heute noch einmal recht mildes und teils sonniges Wetter, sollte man nutzen.
Der Hochdruckeinfluss nimmt allerdings die nächsten Tage etwas ab und die Strömung dreht wieder auf Nordwest.
Oben am Roque hat der schwache Wind abermals bereits auf West bis Nordwest gedreht.
Dies wird er auch in tieferen Lagen im Laufe des Spätnachmittags tun, gleichzeitig frischt er dabei merklich auf.
Gegen Montagmorgen erreicht uns dann die schwache Kaltfront des Tiefs bei Irland und hinterlässt in der NW-Hälfte
etwas Niederschlag, die Temperaturen gehen vorübergehend zurück. Teils recht kräftiger Nordwestwind, in Böen bis 60km/h, besonders an der hohen Cumbre, zum Nachmittag hin wieder nachlassend. Es bleibt den Tag über häufig bewölkt.
Am Dienstag ähnliches Wetter aber kaum Niederschlag, wobei sich der nordwestliche Wind weiter abschwächt.
Die Temperaturen beginnen wieder zu steigen.
Die Lage morgen früh:
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