Für die fleißigen Wanderer im Forum, bißchen "schmalzig" - aber warum nicht?
Eduard Mörike (1804-1875) - Hauptvertreter des "schwäbischen Biedermeier"
Meister Google meint dazu:
Das schwäbische Biedermeier bezeichnet die Ausprägung der Epoche (ca. 1815–1848) im Südwesten Deutschlands, geprägt von Rückzug ins Private, politischer Passivität und Idylle. Besonders Eduard Mörike wird oft dieser Strömung zugerechnet.
Wanderlied
Entflohn sind wir der Stadt Gedränge
wie anders leuchtet hier der Tag!
Wie klingt in unsre Lustgesänge
Lerchensang hier und Wachtelschlag!
Nun wandern wir und lassen gerne
Herrn Griesgram zu Haus;
Ein frischer Blick dringt in die Ferne
Nur immer hinaus!
Wir wandern bis der später Abend taut,
Wir rasten bis der Morgen wieder graut.
Man lagert sich am Schattenquelle,
Wo erst das muntre Reh geruht;
Aus hohler Hand trinkt sich der helle
Kühle Trank
wohl noch eins so gut,
Nun wandern wir usw.
die letzte Zeile lautet wirklich so.